Broschüre zu Zecken und Nerveninfektion Frühsommer-Meningoenzephalitis

Risiko Zeckenstich: Jetzt gegen FSME impfen lassen

 

Bonn, 12.05.15 Ein Zeckenstich tut nicht weh, doch er hat mitunter schwerwiegende Folgen: In einigen Gebieten Deutschlands und Europas tragen Zecken ein Virus in sich, das die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen kann – eine Entzündung von Hirnhaut, Gehirn und Nerven. Wer in einem Risikogebiet lebt oder dort seinen Sommerurlaub plant und noch keinen Impfschutz hat, sollte jetzt eine Schnellimpfung durchführen. Alle wichtigen Informationen zu diesem Thema hat der Bundesverband für Gesundheitsinformation und Verbraucherschutz e.V. (BGV) in einer neuen Broschüre zusammengefasst.

Zecken können zahlreiche Krankheiten übertragen. Die häufigste ist die bakterielle Lyme-Borreliose, die mit Antibiotika meist gut behandelt werden kann, wenn sie frühzeitig erkannt wird. Anders die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME): Die Erkrankung wird durch ein Virus ausgelöst, gegen das es keine Medikamente gibt. Etwa 30 Prozent der Infizierten sind frei von Beschwerden; 30 bis 50 Prozent erkranken nur leicht und verspüren unspezifische, grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen und Unwohlsein. Bei 20 bis 40 Prozent der Betroffenen aber greift das Virus auf das zentrale Nervensystem über und führt zu Entzündungen der Hirnhaut, des Gehirns oder des Rückenmarks. Typische Beschwerden sind hohes Fieber, starke Kopfschmerzen und Nackensteifigkeit. Vor allem wenn Gehirn und Rückenmark betroffen sind, kann es außerdem zu langanhaltenden oder sogar dauerhaften Folgeschäden kommen, wie beispielsweise Atemproblemen, Wahrnehmungsstörungen, Lähmungen, Ausfall von Reflexen und Schmerzen. Aufgrund des hohen Risikos eines schweren Krankheitsverlaufs empfiehlt die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts (STIKO) die FSME-Schutzimpfung für alle Kinder ab dem 1. Lebensjahr und alle Erwachsenen, die in einem FSME-Risikogebiet leben oder für die Sommermonate dort einen Aufenthalt planen. Eine Schnellimpfung bietet bereits für diese Saison Schutz.

Der neue Zeckenschutz-Ratgeber zeigt anhand einer Karte, in welchen Gebieten Deutschlands und Europas das FSME-Virus hauptsächlich auftritt. Er erklärt darüber hinaus, wie man eine Zecke sicher entfernt und in welchem Fall es wichtig ist, den Arzt aufzusuchen. Er beschreibt typische Symptome, die im ersten und zweiten Stadium der Erkrankung auftreten können sowie mögliche Spätfolgen. Besonderes Augenmerk gilt der Impfung: Der Leser erfährt, zu welchem Zeitpunkt idealerweise mit der Impfung begonnen wird, wie viele Impfungen in welchen Abständen notwendig sind, wie die Schnellimpfung funktioniert und wann Auffrischimpfungen empfohlen werden. Weiterhin gibt es Informationen zur Verträglichkeit und zur Kostenübernahme. Eine Liste mit Informations- und Beratungsadressen rundet das Angebot ab. 

Die neue Broschüre „Zeckenstiche – Impfung schützt vor Frühsommer-Meningoenzephalitis“1 kann kostenfrei im Internet oder auf dem Postweg bestellt werden. Bestelladresse: BGV e.V., Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn; www.bgv-zeckenschutz.de.

 

1Die Broschüre wurde mit Unterstützung der Pfizer Deutschland GmbH realisiert.